Grundsätzliches

Das Ingenieurbüro Georg Gerds ist stehts bemüht, seine Mandanten umfassend und vollständig über evtl. Fördermöglichkeiten zu informieren und bei der Antragstellung weitestgehend zu unterstützen. Ich muß allerdings darauf hinweisen, dass ein Rechtsanspruch auf die aufgeführten Förderungen generell nicht besteht.       Georg Gerds


Förderprogramme


KFW-Programme

  • Programm 455 altersgerecht umbauen Extrazuschuß für Selbstfinanzierer = Zuschuß
  • Programm 155 altersgerecht umbauen = günstige Zinsen
  • Programm 153 energieeffizient Bauen KFW-Haus 70 oder besser = günstige Zinsen + Tilgungszuschuß
  • Programm 430 energieeffizient Sanieren 1 Extrazuschuß für Selbstfinanzierer = Zuschuß bis 13.125 Euro
  • Programm 151 energieeffizient Sanieren 2 = Tilgungszuschuß + günstiges Darlehn bis 75.000Euro/WE
  • Programm 431 Sonder Bonus für Beratung und mehr = Zuschuss bis 2.000 Euro
  • Programm 124 Eintrittskarte fürs eigene Heim = günstiges Darlehn maximal 100.000 Euro
  • Programm 134 So günstig geht Genossenschaft = günstige Zinsen bis zu 100% der Anteile
  • Programm 141 Wohnraum modernisieren = günstiges Darlehn bis 100% der förderfähigen Kosten

kleine und mittlere Unternehmen

  • Energieeffizienzberatung kleiner und mittlerer Unternehmen
  • Initialberatung = Zuschuss von 80% des förderfähigen Tageshonorars höchstens 2 Tageswerke a`640 Euro
  • Detailberatung = Zuschuss von 60% des förderfähigen Tageshonorars höchstens 10 Tagewerke a`480 Euro

BAFA-Programm

  • Vor-Ort-Beratung = 50% der Beratungskosten maximal 300 Euro

Neuerungen ab 01.03.2011

Wie bereits  auf der Startseite vermerkt, werden Einzelmaßnahmen gefördert. Hier wurden zwar die Randbedingungen verschärft, aber dafür darf der gesamte Bauteilaufbau bei der Berechnung berücksichtigt weren.


Steuerlicher Anreiz ab 2012 geplant!

Beschlossen wurde vom Bundeskabinett die energetische Sanierung von Wohngebäuden alternativ zur Zuschuss- und Kreditförderung auch steuerlich anzureizen (Punkt 27). Der verabschiedete Gesetzentwurf sieht eine steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden vor, die vor 1995 gebaut wurden. Voraussetzung für die Förderung ist, dass mit der Sanierung der Energiebedarf des Gebäudes erheblich verringert wird (Qp =< 0,85 × Qp REF nach EnEV Anlage 1 Tabelle 1 und H?T =< H?T REF nach EnEV Anlage 1 Tabelle 1 und H?T darf nicht höher sein als nach EnEV Anlage 1 Tabelle 2 unter Berücksichtigung des 40%igen Zuschlags gemäß EnEV § 9 Absatz 1). Dies ist durch eine Bescheinigung eines Sachverständigen nachzuweisen. Steuerpflichtige können jährlich 10 % der Aufwendungen für die Sanierungsmaßnahmen über einen Zeitraum von zehn Jahren steuermindernd geltend machen, wenn sie ihre Gebäude vermieten oder verpachten, also damit Einkünfte erzielen. Steuerpflichtige, die das sanierte Objekt selbst nutzen, können die Aufwendungen wie Sonderausgaben in gleicher Weise geltend machen. Das Gesetz soll am 1. Januar 2012 in Kraft treten. Es bedarf der Zustimmung des Bundesrats. Laut dem Gesetzentwurf ist die Regelung erstmals auf Baumaßnahmen anwendbar, mit denen nach dem 31. Dezember 2011 begonnen wurde (Bauantrag gestellt bzw. Bauunterlagen eingereicht).

Quelle: Geb.-Newsletter 13-2011 v.07.06.2011


GEB-Newsletter: 15-2011 | 20.06.2011

ENERGIEWENDE


Bundesrat fordert mehr Geld für Sanierer

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 17. Juni 2011 mit rund 150 Forderungen, Feststellungen, Hinweisen und Anregungen zu den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwürfen (Bericht von GEB) zur Einleitung der Energiewende, Stellung bezogen. In der Gebäudebranche gab es im Vorfeld Befürchtungen, dass die Länderkammer die steuerliche Absetzbarkeit von Modernisierungsmaßnamen ablehnt. Ein entsprechender Antrag aus Mecklenburg-Vorpommern fand jedoch keine Mehrheit. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Punkte aus den Stellungnahmen des Bundesrats zu den ?Gesetzesvorlagen zur Gebäudemodernisierung? (Bundesratsbeschluss 339/11(B) zum ?Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden? und Bundesratsbeschluss 338/11(B)zum ?Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur Errichtung eines Sondervermögens ?Energie- und Klimafonds? ? EKFG-ÄndG?) zusammengestellt. 

  • Der Bundesrat fordert vom Bund einen vollständigen Ausgleich von Mindereinnahmen bei Ländern und Kommunen, die durch eine steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden entstehen. Von den direkten Steuerausfällen müss(t)en die Länder und Gemeinden nach aktueller Gesetzeslage 57,5 % tragen. Ob und in welchem Umfang dafür Mehr- und Mindereinnahmen der Ländern und Gemeinden verrechnet werden sollen, hat der Bundesrat offen gelassen.
  • Der Bundesrat bittet die Bundesregierung zu prüfen, ob mit der geplanten steuerlichen Förderung die angestrebte Verdoppelung der energetischen Sanierungsquote möglich ist. In seiner Begründung geht der Bundesrat davon aus, dass dazu eine Verdoppelung der steuerlichen und sonstigen Förderung unerlässlich ist.
  • Der Bundesrat hat offensichtlich Zweifel, dass die von der Bundesregierung vorgesehene steuerliche Förderung einen hinreichenden Anreiz zur energetischen Sanierung von selbstgenutzten Gebäuden setzt und fordert eine entsprechende Prüfung, ob Änderungen möglich sind.
  • Gleichzeitig fordert der Bundesrat, im weiteren Gesetzgebungsverfahren die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen durch selbstnutzende Wohneigentümer so auszugestalten, dass der Fördervorteil unabhängig von der Steuerprogression für alle steuerpflichtigen Eigentümer gleich hoch ausfällt.
  • Als problematisch (für die Prüfung in den Finanzämtern) erachtet der Bundesrat den im Gesetzentwurf vorgesehenen Nachweis der Fördervoraussetzungen (Bescheinigung einer sachkundigen Person im Sinne des § 21 EnEV) und bittet um Klarstellungen und Vereinfachungen. Nach der vorgesehenen Regelung sei das Ausstellen einer Bescheinigung für die berechtigten Personen risikolos, da keine Sanktionen bei einer fehlerhaften Bestätigung drohen.
  • Zudem schlägt der Bundesrat vor, die steuerliche Förderung sofort nach dem Verkünden des Gesetzes für Maßnahmen zu gewähren, die nach dem 5. Juni 2011 gestartet wurden (Bauantrag gestellt bzw. Bauunterlagen eingereicht). Im Entwurf der Bundesregierung ist dafür der 31. Dezember 2011 vorgesehen.
  • Der Bundesrat hat die Bundesregierung aufgefordert, die Finanzmittel des CO2-Gebäudesanierungsprogramms von derzeit 936 Mio. Euro für das Jahr 2011 über die von der Bundesregierung genannten 1,5 Mrd. Euro auf jeweils 5 Mrd. Euro für die Jahre 2012 bis 2014 zu erhöhen und das Programm durch Ausfall-Fonds für Sanierer (z.B. bei Arbeitslosigkeit oder Krankheit) zu ergänzen. Die von der Bundesregierung benannten 1,5 Mrd. Euro/a seien nach allgemeiner Auffassung für zusätzliche Anreize deutlich zu wenig. Die zusätzlichen Mittel soll der Bund tragen.


Eine größere und sehr dynamische Baustelle bleibt der ?Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Rechtsrahmens für die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien? (Bundesratsdrucksache 341/11). Hier hat der Bundesrat auf der Basis von insgesamt elf Beschlussvorlagen eine 40-seitige Stellungnahme verabschiedet (341/11(B)). GLR